Sind Volksentscheide in Deutschland wirklich sinnvoll?


Gestern Abend sah ich mal wieder per Zufall die Münchner Runde. Das Thema war: Volksentscheide.

Was mich verwundert war, dass selbst der Kritiker der Runde bis zum Schluss nicht einmal bemerkt hat wie unrepräsentativ die Volksentscheide waren.
Zur Erinnerung:

Nichtraucher Entscheid in Bayern:
37,7% Wahlbeteiligung
61% Ja Stimmen
Heißt also gerade einmal knappe 23% waren dafür.

Bildungs Entscheid in Hamburg
39,3% Wahlbeteiligung
58% JA für Vorlage “Wir wollen lernen”
Heißt also ebenfalls knappe 23% dafür

54,5% NEIN für Vorlage der Bürgerschaft
Sogar nur knappe 22% dagegen.

Und sowas will sich Demokratie nennen, wenn nicht mal ein Viertel der Wähler sich dazu durchringen können eine Wahl zu treffen?
Ich vermisse jedenfalls den Elan der angeblichen 80% der Deutschen die Volksentscheide haben wollen. Denn wenn jeder wirklich nur dann zur Wahl geht wenn er unmittelbar betroffen und politisch ausreichend gebildet ist hat das in meinen Augen nichts demokratisches.

Und Jeden der versuchen würde mit derart dünnen Befragungen für oder gegen ein Thema zu argumentieren würde man auslachen, denn repräsentativ sieht anders aus.

  1. #1 von Paul am 11.08.2010 - 21:20:35

    Wenn man nun auch noch die eingekauften Stimmen im Hinterkopf hat ist die wirkliche Wahlbeteiligung der Menschen die aus Interesse wählen noch geringer.

    Viele Menschen lassen sich doch mittlerweile mit Blumen, Aufklebern und Fähnchen bestechen.

(wird nicht veröffentlicht)